Düngekugeln

Oft reicht es nicht aus seine Aquarienpflanzen nur mit Flüssigdünger zu düngen. Wurzelzehrer wie Echinodoren oder Cryptocorynen nehmen die benötigten Nährstoffe über die Wurzeln aus dem Boden auf und brauchen daher zusätzlich einen Bodendünger. Diesen gibt es in Form von speziellen Nährböden, die bei der Einrichtung unter den Bodengrund gestreut werden oder als Düngekugeln, die man gezielt in den Bodengrund an die Wurzeln der Pflanzen drückt.

Solche Düngekugeln kann man ganz einfach selber machen.

 

Zutaten

  • Ton (Gibt's im Bastelladen oder beim Töpfer um die Ecke) Wenn ihr roten Ton findet, dann nehmt den. Er enthält von Natur aus viel Eisen.
  • Blaukorn (NPK Dünger)
  • evtl. ein Tütchen Fetrilon 13% (Eisendünger)

Herstellung

  1. Ton zu einer kleinen Kugel formen. Die Größe könnt ihr je nach Bedarf variieren. Für kleine Pflanzen kleine und vice versa.
  2. In die Kugel eine Kuhle drücken.
  3. Mit 2 - 3 Körnchen Blaukorn füllen.
  4. Bei Bedarf noch eine kleine Prise Fetrilonpulver dazugeben.
  5. Das Ganze nochmals zu einer Kugel rollen.
  6. Bei 150°C ca. 30 min im Ofen backen.

Dosierung

Je nach Größe der Kugeln und der Pflanzen 1 bis 2 Kugeln an die Wurzeln geben.

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Eisendünger

Eisen ist für unsere Aquarienpflanzen ein unentbehrlicher Nährstoff. Deshalb wird normalerweise zusätzlich zu einem Volldünger noch ein Eisendünger empfohlen. Diesen kannst Du Dir entweder kaufen oder einfach selber mischen. Dazu brauchst Du nur ein Päckchen Fetrilon 13% und einen Liter Osmosewasser (oder destilliertes Wasser).

Dosierung:

Eisen wird in einem "normalen" Aquarium nur in geringen Mengen gebraucht. Optimal ist eine Konzentration von 0,05 - 0,1 mg/. Um diese Konzentration zu erreichen, löse ich ein Tütchen Fetrilon in einem Liter Osmosewasser und erhalte eine Lösung, die pro Milliliter 2,6 mg gelöstes Eisen enthält. Das bedeutet, wenn man kein nachweisbares Eisen im Aquariumwasser hat und eine Konzentration von 0,1 mg/L Eisen anstrebt, muss man 100 Liter Aquarienwasser mit ca. 4 ml dieser Lösung düngen. Die benötigte Menge für euer Aquarium könnt ihr euch jetzt leicht selbst ausrechnen oder der Tabelle entnehmen.

Zur Dosierung nehme ich eine 5 ml Einwegspritze.

 

Liter
1 10 20 30 40 50 100 150 200
0,05 mg/L 0,02 0,19 0,38 0,58 0,77 0,96 1,92 2,88 3,85
0,1 mg/L
0,04 0,38
0,77 1,15 1,54 1,92 3,85 5,77 7,69

Garnelensticks

Zutaten

  • Erbsen und Möhrchen
  • Spirulina oder Chlorella (Gibt es hier)
  • Brennnesseln
  • getrocknete Wasserlinsen
  • Paprikapulver Edelsüß

 

 

Herstellung

  1. Da die Schalen der Erbsen nicht von den Garnelen gefressen werden und das Wasser somit nur unnötig belasten würden, müssen sie zuerst entfernt werden. Hierfür werden die Erbsen mit einem Löffel durch ein Sieb gedrückt, bis nur noch die Schalen im Sieb zurückbleiben.
  2. Danach werden alle restlichen Zutaten mit dem Mixer zerkleinert und mit dem Erbsenbrei vermischt.
  3. Ist die Masse zu fest, kann man nun mit etwas Wasser verdünnen. Ist die Masse zu flüssig, sollte man noch etwas Spirulina-Pulver dazugeben.
  4. Hat der Brei die richtige Konsistenz erreicht, gibt man ihn in einen Spritzbeutel und spritzt ihn in langen Bahnen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  5. Jetzt müssen die Sticks mindestens 24 Stunden trocknen.
  6. Wenn die Sticks getrocknet sind, kann man sie in die gewünschte Größe brechen.
  7. Wünscht euren Nelchen einen Guten Appetit!

Also meine Nelen stehen drauf:

Kaliumdünger

Normalerweise ist im Aquarium immer ausreichend Kalium vorhanden. Dennoch kann es in Ausnahmefällen, besonders bei Hygrophila-Arten, zu Mangelerscheinungen kommen. Diese lassen sich besonders gut an den kleinen Löchern an alten Blättern erkennen. Ein Kaliumdünger kann hier Abhilfe schaffen. 

 

Was ihr dafür braucht:

  • 10 g Pottasche (Caliumcarbonat K2CO3)
  • 57 ml Osmosewasser (oder destilliertes Wasser)
Die Pottasche braucht man u.a. zum Lebkuchenbacken. Ihr findet sie also im Supermarkt bei den Backartikeln. Wenn nicht, schaut hier: Pottasche 30g
Zur Düngung löst ihr erstmal die Pottasche in 57 ml Osmosewasser. Von diesern Lösung gebt ihr nun wöchentlich 2 ml auf 100 Liter Aquarienwasser und erhaltet einen Kaliumgehalt von 2 mg/l.

 

Mini Torfkanone

Torf ist eines der einfachsten und günstigsten Mittel die Karbonathärte zu senken und somit sein Aquarienwasser weicher zu machen. Darüberhinaus wird das Wasser durch den Torf leicht angesäuert und mit Huminstoffen angereichert. Dazu kann man den Torf direkt in einem Nylonstrumpf ins Aquarium oder in den Filter hängen. Der Nachteil bei dieser Methode ist, dass die Werte (Ph und KH) leicht schwanken. Besser ist es, sein Wasser vorher mit Torf aufzubereiten. Benötigt man nur kleinere Mengen Torfwasser, reicht hierfür eine Mini Torfkanone aus.

Was man dafür braucht:

  • 2 Kunststoffrohre für den Sanitärbedarf aus dem Baumarkt
  • einen dazu passenden Winkel
  • einen Abschlussdeckel
  • Filterwatte
  • einen Kaffeefilter
  • etwas Kordel
  • ungedüngter Torf
  • Geduld und Zeit

Bauanleitung

  • In den Deckel müsst ihr ein paar Löcher bohren. Damit keine Torfpartikel ins Aquarium gelangen, legt ihr von innen vor die Löcher noch eine Schicht Kaffeefilter und dann eine dicke Schicht Filterwatte.
  • Ins obere Ende der Torfbombe bohrt ihr zwei Löcher und fädelt die Kordel durch. 
  • Jetzt müsst ihr einfach nur noch alle Teile zusammensetzen, den Torf einfüllen und mit einer weiteren Schicht Filterwatte verschließen.

Gebrauch

Ich hab die Torfkanone auf den Balkon gehängt, dann ist es nicht so schlimm, wenn etwas daneben geht. Einen Tag vor dem Wasserwechsel lasse ich langsam Wasser durch das Rohr laufen. Das enstehende Torfwasser wird von einem Eimer aufgefangen.

Mit Moos bewachsene Lavasteine

Hält man Garnelen in seinem Aquarium ist es unerlässlich auch etwas Moos einzubringen. Aber auch ohne Garnelen sind mit Moos bewachsene Lavasteine eine schöne Dekoration.

Materialien

  • eine kleine Portion Moos (Riccia fluitans sieht auch sehr schön aus, wächst aber nicht am Stein fest)
  • ein Lavastein in der gewünschten Größe (gibt es in der Grillsaison in jedem Baumarkt; im Winter bekommt ihr es hier)
  • ein Stück Fliegennetz
  • Nadel und Faden

 

Herstellung

  1. Das Moos wird auf dem Stein ausgebreitet.
  2. Das Fliegennetz wird nun fest um den Stein gewickelt und
  3. sorgfältig auf der Rückseite zusammengenäht.
  4. Der überstehende Rest kann abgeschnitten werden.
  5. Ins Aquarium legen und einige Wochen warten
  6. Wird das Moos zu lang sollte es unbedingt gestutzt werden.
  7. Nach einiger Zeit ist das Moos vollständig am Stein festgewachsen.

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Wasseraufbereiter

Ein Wasseraufbereiter ist nicht unbedingt ein Muss, doch kann man seinen Fischen damit durchaus etwas gutes tun. Meiner Ansicht nach sind sie dadurch vitaler und gesünder, die Jungfische wachsen schneller und das Wasser wird schön klar. Einen guten Wasseraufbereiter könnt ihr euch ganz einfach selber machen.

 

Was man dafür braucht:

  • 1 Liter Osmosewasser
  • 5 TL weiße Tonerde ( z.B. BOLUS ALBA 100% pur)
  • 3 TL Bentonit
  • 2 TL Luvos Heilerde ultrafein

 

Alle Zutaten zusammenmischen, gut schütteln und aufquellen lassen.

Im Kühlschrank lagern.


Dosierung:

Vor Gebrauch gut schütteln.

Wöchentlich 10 ml auf 30 Liter Aquarienwasser geben.

 

Disclaimer:
Die auf dieser Seite aufgeführten Tipps wurden von mir über lange Zeit getestet und für gut befunden. Es ist dennoch möglich dass diese Methoden bei euch nicht so oder anders funktionieren. Daher übernehme ich keine Gewähr.

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